#18: Tiefe im digitalen Ozean: So bleibst du auf Social Media mehr als ein One-Hit-Wonder
Shownotes
Social Media ist mehr als nur hübsche Bilder und schnelle Trends – es geht um echte Verbindungen, nachhaltigen Erfolg und darum, sich selbst treu zu bleiben. In dieser Folge spreche ich mit Roxana „Roxi“ Leib, einer erfahrenen Content Creatorin, die ihre Community mit Authentizität, Strategie und Herz begeistert.
Wir sprechen darüber, warum reine Trend-Jagd langfristig nicht funktioniert, wie du dich mit deinem Business in der digitalen Welt positionierst und warum deine Energie der entscheidende Faktor für deinen Erfolg ist. Roxi teilt ihre Erfahrungen aus über zehn Jahren Social Media und zeigt, wie du dich als Unternehmer:in menschlich und nahbar präsentierst, ohne dich zu verbiegen.
Höre jetzt rein und finde heraus, wie du Social Media für dich nutzt – nachhaltig und mit Freude!
Herzliche Grüße dein Andreas.
Zu meinem Gast
✅ Webseite von Roxi - https://www.instagram.com/roxisecke
Shownotes
✅ Schick mir deinen Kommentar zur Folge: post@andreas-zettel.de
✅ Jetzt Erstgespräch buchen
Transkript anzeigen
00:00:00: Tief im digitalen Ozean, so bleibst du in Social Media mehr als ein One-Hit-Wonder.
00:00:08: Zu Gast ist die liebe Roxi. Hallo, grüß dich.
00:00:11: Hallo, ich freue mich sehr auf den Podcast.
00:00:15: In der nächsten halben Stunde geht es letztendlich darum, wie
00:00:19: die Energie hinter Social Media ist, hinter, ja, einem Content Creating
00:00:26: und was du letztendlich für dich, für dein Business ableiten kannst.
00:00:30: Es geht darum, wie du, ja, dein Unternehmen vielleicht noch mal auf eine
00:00:33: nächste Ebene heben kannst, es geht um andere Perspektiven.
00:00:36: Es geht auch so für mich, um das Bild ein bisschen aufzufrischen, nenne ich
00:00:43: es mal ganz bewusst, hinter die Kulissen zu schauen.
00:00:47: Also für mich war so das Bild von Social Media und
00:00:51: hübschen Damen, die dann über Sport, über Familie und Reisen und das Ganze draußen
00:00:57: in der Welt kommunizieren, das platzieren und ganz viele Follower haben.
00:01:02: Was steckt denn wirklich dahinter?
00:01:03: Und wir kennen uns noch nicht so lange und da hat die Roxi auf einer
00:01:08: Veranstaltung was ganz Schönes gesagt, wo ich dachte: Wow, okay, cool.
00:01:14: Und zwar ging es um Posting.
00:01:16: Es ging, ich glaube, um eine Zusammenarbeit, Kooperation und es geht
00:01:19: darum, die Energie, welche Energie stecke ich da rein?
00:01:24: Und Roxi hat gesagt: „Na, wenn ich keinen Spaß, keine Freude
00:01:27: habe, dann kann das auch nicht funktionieren.
00:01:29: Das bedeutet im Umkehrschluss, wenn keine Freude da ist, also tief in dir
00:01:34: oder du sagst, das entspricht mir, dann kann es nicht funktionieren.
00:01:39: Und wenn es mir nicht entspricht, dann funktioniert es halt auch nicht.
00:01:42: So, und immer sich selber treu zu bleiben und auch zu sagen: Okay, ja, es entspricht
00:01:48: mir oder nein, es entspricht mir nicht.
00:01:49: Das ist, glaube ich, der Hebel und das ist auch dein Nutzen hier von der Folge, dass
00:01:52: wir da wirklich mal hinter die Kulissen schauen, was die Roxi alles mitgebracht
00:01:56: hat an, ja, Wissen, Information und ich freue mich drauf.
00:02:01: Schön, dass du da bist.
00:02:02: Vielen Dank, dass ich da sein darf (lacht).
00:02:05: Bevor wir einsteigen, darf ich dich ein bisschen vorstellen.
00:02:09: Und zwar, Roxana Leib, bekannt als Roxi oder Roxis Ecke, ist Content
00:02:15: Creatorin mit Herz und Strategie.
00:02:19: Roxi lebt und atmet Social Media, aber nicht nur als bloße Bühne, sondern
00:02:25: als echte Verbindung zu den Menschen.
00:02:28: Und inspiriert die
00:02:31: Menschen aus dem schönen Allgäu und das mit authentischen Einblicken in
00:02:38: ihre Welt oder in die Welt von Gesundheit, Sport und persönlicher
00:02:43: Entwicklung und auch Familie.
00:02:44: Dein Weg hat mit einem Studium begonnen in dem Thema Freizeitwissenschaften.
00:02:52: Sprechen wir auch gleich noch mal drüber (lacht).
00:02:54: International angewandte Freizeitwissenschaft (lacht).
00:02:55: International angewandte, genau (lacht).
00:02:59: Und das International ist dann auch dein Auslandssemester in Kalifornien gewesen.
00:03:04: Genau.
00:03:05: Wo es wirklich in die Tiefe ging mit dem Thema digitales Social Media-Marketing.
00:03:12: Und da ist, glaube ich, ganz, ganz viel hängen geblieben, hast du
00:03:14: ganz viel mit genommen.
00:03:15: Das heißt, heute nutzt sie ihr Wissen, um Menschen zu motivieren, ihre Träume zu
00:03:20: verfolgen und auch in die Umsetzung zu bekommen, mit smartem Mindset und
00:03:25: natürlich auch konsequentem Handeln.
00:03:28: Dabei zeigst du, wie Social Media nicht nur schöne Bilder produzieren
00:03:34: kann, sondern wirklich mit echten Geschichten gefüllt wird
00:03:37: und so halt wirklich ein inspirierender Mehrwert generiert wird
00:03:40: für deine Follower.
00:03:43: Gemeinsam mit deinem Mann, der Rennfahrer ist, hast du zwei Töchter?
00:03:50: Eine- also ich habe-Eine Tochter?
00:03:52: Eine Echte, also ein Kind und einen Hund (lacht).
00:03:54: Also zwei. (lacht)
00:03:55: Das zweite Kind, ja (lacht).
00:03:58: Zwei.
00:04:00: Und hast du die Balance zwischen Familie, Business und Selbstverwirklichung,
00:04:05: ich sage mal, in dein Leben integriert?
00:04:06: Mit deiner authentischen Art und Gespür für
00:04:12: starke Inhalte, also auch für wichtige Inhalte,
00:04:17: bist du eine Mutmacherin und gerade im Social Media-Bereich
00:04:21: nicht gerade unsichtbar, sondern sichtbar und damit auch wirklich
00:04:26: eine, ich sage jetzt einfach, eine Verantwortung, eine Außenwirkung
00:04:30: und der wirst du eigentlich getreu.
00:04:33: Mensch, vielen lieben Dank für diese schöne Vorstellung.
00:04:36: Danke. Gerne.
00:04:38: Klären uns auf.
00:04:40: International angewandte Freizeitwissenschaften.
00:04:43: Was steckt da dahinter?
00:04:45: Das ist quasi von allem ein bisschen.
00:04:48: Also Management, Marketing, Psychologie, Pädagogik und wirklich von allem so ein
00:04:55: bisschen eingetaucht, aber nichts wirkliches in die Tiefe.
00:04:59: Und ich hatte den Anspruch, wirklich was zu lernen.
00:05:04: Und für mich war das Marketing, was wir damals beigebracht bekommen haben, so von
00:05:10: vor 20, 30 Jahren, was man damals gemacht hat, aber für mich war das nicht
00:05:15: mehr aktuell, nicht mehr zeitgemäß.
00:05:17: Und deswegen habe ich gesagt, ich möchte auf irgendeinem Kontinent studieren, wo
00:05:20: ich wirklich was lerne, was auch für die Zukunft, also was mir
00:05:26: was bringt für die Zukunft.
00:05:27: Und deswegen habe ich mich entschieden in Long Beach, in Kalifornien zu studieren,
00:05:31: also dort ein Auslandssemester zu machen und dort hatte ich Digital Social Media
00:05:36: Marketing und auch Event Management so ein bisschen und alles im digitalen Bereich.
00:05:41: Und das Tolle war damals, dass wir wirklich alles direkt anwenden durften.
00:05:45: Wir durften Homepages erstellen, direkt für Unternehmen, durften Events
00:05:49: organisieren und alles in Kombination mit Digital Media, also mit
00:05:54: Social Media machen.
00:05:55: Und das hat mich damals so erfüllt und mir so viel Spaß gemacht und ich wusste, ja,
00:06:00: das ist das, was in der Zukunft wichtig ist, was man einfach beherrschen muss.
00:06:05: Und als ich dann wieder zurückgekommen bin nach Deutschland, habe ich auch meine
00:06:09: Bachelorarbeit über Chancen und Entwicklungsperspektiven von
00:06:14: Fitness-YouTubern geschrieben und ich wusste, entweder ich komme da rein und
00:06:18: verteidige die Bachelorarbeit und ich werde ausgelacht oder sie sagen: „Oh ja,
00:06:22: Social Media, das ist das, was zählt.
00:06:25: " Ich gehe da rein, ich werde erst mal ausgelacht, dann dachte
00:06:27: ich: Okay, alles gut, ja.
00:06:30: Die Note war auch nicht gut, aber so verdiene ich seit zehn Jahren mein
00:06:34: Geld (lacht) und es hat funktioniert.
00:06:36: Und sogar die Professoren, die haben mich in sehr vielen Studiengängen schon
00:06:42: vorgestellt, so als quasi Vorzeigestudentin im Social-Media-Bereich.
00:06:47: Und damals wollten sie mich eigentlich durchfallen lassen (lacht).
00:06:50: Ich glaube, die Welt war einfach noch nicht bereit.
00:06:53: Nein, die Welt war noch nicht bereit.
00:06:54: Also nein, doch, die Welt war bereit, nur Deutschland war nicht bereit.
00:06:57: Genau, so rum, ja. Ja (lacht).
00:06:58: So rum, ja.
00:06:59: Also man muss halt auch das Rad mal zurückdrehen, zehn Jahre, also
00:07:02: vor zehn Jahren war das Thema-
00:07:04: Gab es schon Social Media, so zwei, drei Jahre.
00:07:04: Genau, gab es schon, aber jetzt, wenn man es mit heute
00:07:08: vergleicht, da ist ja noch, ich glaube, in der Zwischenzeit noch TikTok dazu
00:07:11: gekommen, also noch andere Plattformen.
00:07:13: Das ist halt deutlich stärker geworden. Ja.
00:07:15: Also auch jetzt, in Deutschland sind wir jetzt aktuell in
00:07:19: einer Wahlkampfsituation und wenn man Amerika auch anschaut, wie der Wahlkampf
00:07:22: stattgefunden hat, es läuft alles über Social Media heute.
00:07:25: Das war vor zehn Jahren in der Politik auf jeden Fall noch nicht so hart
00:07:30: angekommen, wie es halt heute ist.
00:07:33: Letztendlich, es gibt ja immer wieder so diese Wellen (lacht) von Trends,
00:07:38: die man reiten darf, aber nicht muss.
00:07:42: Und ich glaube, die Frage ist, wie du es wirklich letztendlich geschafft hast,
00:07:47: so als erste tiefe Einstiegsfrage, wie du es wirklich geschafft hast,
00:07:52: ich sage mal, zehn Jahre dein Business nachhaltig aufzubauen, ja.
00:07:56: Hier einen wirklich nachhaltigen Kontakt, ich sage es bewusst, zu den Menschen zu
00:08:01: bekommen und hier den Kontakt auch zu halten, ne, also-
00:08:05: Also mir war immer ganz, ganz wichtig, dass ich das, was ich mache, auch wirklich
00:08:11: fühle und ein gutes Gefühl dabei habe.
00:08:13: Und das fand ich auch so toll bei unserem ersten Kontakt.
00:08:17: Du warst wirklich die erste Person, die zu mir gekommen ist und gesagt hat:
00:08:22: „Finde ich toll, dass du das gefühlt hast", und
00:08:24: dass du sagst, man muss es fühlen.
00:08:26: Weil als ich zum Beispiel- 2016 war ich mal Teil von einer Daily Soap.
00:08:32: Ich habe mit vier weiteren Influencern, also Content Creatorn, meinen Alltag
00:08:37: gefilmt und das wurde zu Filmen zusammengeschnitten.
00:08:40: Also unser Alltag wurde quasi als Daily Soap ausgestrahlt
00:08:44: und damals waren wir dann auch auf Marketingkongressen, auf Bühnen
00:08:48: und haben darüber gesprochen.
00:08:50: Und ich weiß noch, ich habe gesagt, ich muss es fühlen.
00:08:52: Also das war wirklich meine Aussage.
00:08:54: Wir hatten damals auch nicht wirklich so eine komplette Strategie dahinter.
00:08:59: Und wir- also weil es unser Alltag war, weil wir das geliebt
00:09:04: haben, was wir machen und wurden dafür ausgelacht.
00:09:06: Und heute denke ich mir nur, es war der richtige Weg.
00:09:10: Natürlich ist man vielleicht ein bisschen erfolgreicher von den Zahlen her, wenn man
00:09:15: wirklich jede Woche geplant hat, jede Stunde getaktet hat, genau
00:09:20: weiß, wann man was macht.
00:09:22: Aber ich glaube, das geht dann auf die Kosten der eigenen Gesundheit, wenn man
00:09:27: dann was macht, was einem eigentlich gar nicht entspricht.
00:09:29: Und ich hätte zum Beispiel auch 2016- ich habe so viele Kooperationsanfragen
00:09:35: bekommen von Unternehmen, die ich aber nicht selber benutze und auch nicht
00:09:39: gefühlt habe, habe ich abgelehnt.
00:09:41: Und weil ich halt auch gesagt habe, ich möchte das länger machen, damals wusste
00:09:45: ich nicht, ob das, wie du sagtest, ein One Hit-Wonder wird, ob Instagram, YouTube
00:09:50: überhaupt so lange existiert, das wusste ich nicht.
00:09:52: Aber ich wusste, ich habe Spaß bei dem, was ich mache und egal, was aus
00:09:56: Social Media wird, ich hatte Spaß.
00:09:58: Also ich dachte mir immer oder so viele Freunde: „Oh, was machst du denn?
00:10:02: Und das kann doch nichts werden und hast du einen Businessplan", und das und das.
00:10:06: Dann sage ich: „Nein, habe ich nicht", aber ich weiß ja jetzt auch-
00:10:09: ich habe damals schon sehr viel verdient, gerade am Anfang.
00:10:12: Ich habe damals halt auch schon- ich hatte Freunde, die haben mich hier,
00:10:17: wenn man in Unternehmen geht-
00:10:20: Beraten?
00:10:21: Genau, das waren Berater bei sehr guten Agenturen, und habe halt damals
00:10:28: schon so ungefähr wie die verdient.
00:10:31: Und das konnten die auch gar nicht begreifen.
00:10:36: Die konnten es einfach nicht begreifen, wie man mit Social Media denn überhaupt
00:10:40: Geld verdient und das ohne Businessplan.
00:10:41: Aber ich wusste, egal was ich mache, ich fühle es, es macht Spaß und das war
00:10:47: eigentlich mein größtes Ziel, dass ich auch Spaß habe bei dem, was ich mache.
00:10:51: Ja, ich glaube, wirklich dieses sich spüren, und einfach wirklich
00:10:56: sich treu zu sein.
00:10:57: Und ja, leider, ich erlebe es oft in meinen
00:11:01: Begleitungen und bei meinen Kunden, dass man sich einfach verliert.
00:11:05: Also das heißt, nicht mehr diese Liebe spürt, sich selber gegenüber, oder
00:11:10: das Gefühl hat für das eigene Business auch.
00:11:12: Man ist dann wirklich verkopft und klar, kriegst du im Kopf Zahlen, Daten, Fakten.
00:11:17: Du kannst alles umsetzen, du kannst Aufgaben machen.
00:11:18: Du bist halt nur im Tun, Tun, Tun, Tun.
00:11:21: Aber bist halt nicht in dieser Ruhe bei dir selber, in diesem Spaß, in
00:11:24: der Freude, in der Leichtigkeit.
00:11:26: Und letztendlich, wir tragen es ja nach außen.
00:11:28: Das heißt, Thema Arbeit bringst nach Hause, Familie,
00:11:32: Kinder, so das ganze Drumherum, ist ja dann auch wieder wirklich
00:11:38: so ein Resonanzkörper.
00:11:40: Das heißt, komme ich gestresst nach Hause, bin ich nur im Kopf und dann habe ich zu
00:11:43: Hause Kinder, in der Kindererziehung oder sonst irgendwas.
00:11:46: Und man verliert sich. Kann nicht funktionieren, ja.
00:11:48: Und man ist halt nicht bei sich, genau.
00:11:54: Coole Überleitung.
00:11:54: Was bedeutet für dich wirklich so diese Tiefe im Social Media-Bereich?
00:11:58: Ist es dieses Gefühl von, also wirklich einstehend für sich und
00:12:03: nur Dinge zu tun, die dir entsprechen, oder was ist da wirklich entscheidend?
00:12:09: Also wirklich in diese Tiefe reinzugehen, dass du sagst, das ist deins.
00:12:14: Also so wie du vorher auch schon gesagt hast, ich spüre auch eine Verantwortung
00:12:18: gegenüber meinen Zuschauern.
00:12:22: Ich achte auch darauf, dass ich jetzt nicht komplett alles von mir preisgebe,
00:12:27: dass ich trotzdem noch meine Privatsphäre habe.
00:12:30: Und du meintest jetzt, was wichtig ist, um eben auch so diese Tiefe auf Social Media
00:12:35: zu zeigen, oder gerade auch zum Thema Oberflächlichkeit.
00:12:40: Also zum Beispiel Instagram gibt es ja schon sehr, sehr viele Jahre und ich
00:12:44: glaube, seit 2017 gibt es erst Instagram-Stories.
00:12:48: Und für mich, also ich habe früher Instagram gar nicht gemacht.
00:12:52: Ich hatte damals eine Zuschauerin von mir.
00:12:54: Also ich habe nur YouTube gemacht, weil es für mich halt wichtig war, mit Videos
00:12:58: den Menschen zu zeigen, wie man sich gesund ernährt, wie man Sport macht, weil
00:13:02: mir hat das damals niemand beigebracht.
00:13:04: Und ich habe immer- in den Fitnessstudios habe ich gefragt: „Ja,
00:13:06: was trainierst denn du?
00:13:07: " Und die haben mich immer nicht mit dem Arsch angeschaut und haben
00:13:10: gesagt: „Ja, also wer bist du?
00:13:12: " und sind weggelaufen.
00:13:13: Und das fand ich so schade.
00:13:14: Und das war so meine Motivation, zu zeigen: Hey, ich zeige euch das alles
00:13:19: kostenlos, wie das funktioniert.
00:13:20: Habe es mir beigebracht, habe Ausbildung gemacht, dass man das eben einfach auf
00:13:26: YouTube anschauen kann und jeder sich quasi gesund ernähren kann und jeder
00:13:29: trainieren kann und gesund sein kann.
00:13:31: Und auf jeden Fall, Instagram war früher nur eine Plattform, auf der es Bilder gab
00:13:35: und das war mir zu oberflächlich, deswegen habe ich das nicht gemacht.
00:13:38: Und dann die Zuschauerin meinte: „Roxi, du musst das machen, damit du mehr
00:13:42: Leute auf YouTube erreichst.
00:13:43: " Dann sage ich: „Ja, ich mache das nicht, du kannst das gerne machen.
00:13:45: " Ich habe ihr Bilder von mir geschickt, sie hat das gepostet und dann hatte ich
00:13:48: irgendwann mal den Anspruch, ach komm, selber machst du es doch anders und auf
00:13:53: deine Art und Weise, weil es dann doch nicht mir entsprochen hat,
00:13:56: wie sie es gemacht hat.
00:13:57: Aber ich bin ihr bis heute unglaublich dankbar dafür.
00:13:59: Und dann habe ich das begonnen und dann kamen irgendwann die Instagram-Stories, wo
00:14:04: man eben auch Videos machen konnte und das war dann genau mein Ding, mit Videos eben
00:14:08: die Menschen in meinen Alltag mitnehmen, zu zeigen, was ich ess, was ich
00:14:13: mache, um meinen Stress auszugleichen.
00:14:15: Ja, und das war für mich die Tiefe, die Videos und nicht nur die Fotos.
00:14:20: Und auch heute noch ist für mich Instagram Story mein wichtigstes Tool und auch das
00:14:25: Tool, was mich irgendwie so am nächsten zu meinen Zuschauern bringt für mich.
00:14:31: Ja, weil es halt in dem Moment dann passiert, ge?
00:14:33: Genau.
00:14:33: Also nicht unbedingt poste ich alles direkt,
00:14:37: aber es ist trotzdem irgendwie diese Nähe, dass jemand direkt antwortet
00:14:43: auf der Instagram Story.
00:14:44: Das ist so das, was mir richtig Freude bringt.
00:14:48: Ja, cool, schön.
00:14:50: Und dadurch will ich auch diese Tiefe erzeugen und eben nicht
00:14:54: nur dieses Oberflächliche.
00:14:56: Das ist cool.
00:14:57: Kommt auch über. Das freut mich.
00:14:59: Also nachdem wir uns kennengelernt haben (lacht), habe ich dann halt auch ein
00:15:03: bisschen dich verfolgt und geguckt, aber das ist-
00:15:04: Aber jetzt zum Beispiel Perspektive ist mein Ziel, dann doch wieder mehr zu
00:15:07: posten, was ich aber noch nicht so richtig hinbekomme, weil mir halt
00:15:12: die Stories so wichtig sind.
00:15:14: Ja, ist ja auch so ein gewisser- am Ball bleiben.
00:15:17: Genau.
00:15:18: Also wenn du dann sagst, okay, ich mache jetzt mal zwei, drei, vier, fünf
00:15:21: Wochen nichts, das geht halt nicht wirklich, glaube ich, in der Welt.
00:15:25: Doch, ich glaube, heutzutage schon, weil jeder mitbekommen hat, wie wichtig einfach
00:15:29: auch die mentale Gesundheit ist, dass man auch einfach mal abschaltet
00:15:34: und nicht so viel macht.
00:15:36: Also ich glaube, dass das heutzutage auch nicht mehr so schlimm ist wie früher.
00:15:41: Ja, weil Überlegung ist auch, weißt du, wenn du- du kannst ja nicht
00:15:44: jeden Tag gut drauf sein.
00:15:46: Das heißt, wie hältst du deine Energie hoch?
00:15:49: Das heißt, bei den Posts zeigst du dich da auch von deiner,
00:15:51: ich sage mal, verletzlichen Seite?
00:15:53: In meinen Stories auf jeden Fall. Genau.
00:15:56: Da zeige ich auch, wenn ich zum Beispiel komplett gerädert aufgewacht bin oder wenn
00:16:01: wir die ganze Nacht nicht geschlafen haben, sei es, weil Emily krank war
00:16:04: oder whatever, aber das zeige ich schon.
00:16:06: In den Postings weniger, was ich aber auch irgendwie so mir ans
00:16:11: Herz nehme oder dass ich das öfter mache, auch in den- dass man einfach, dass auch,
00:16:17: wenn neue Leute auf meinen Account kommen, nicht nur dieses Oberflächliche
00:16:21: haben, sondern auch eben die Tiefe. Ja.
00:16:23: Was ist so deine Wahrnehmung, wenn du sagst,
00:16:29: du zeigst dich auch mal mal, ja, ich sage jetzt mal, verletzlich oder traurig
00:16:33: oder wenn irgendwas passiert oder so?
00:16:35: Was- weil ich übertrage es gerade so gedanklich ins Business.
00:16:40: Ich glaube (lacht), du weißt, wo ich hin will.
00:16:44: Weil Business draußen ist natürlich immer knallhart, sage ich jetzt einfach mal.
00:16:47: Ja.
00:16:47: Aber was entgeht uns, also was entgeht den Unternehmern,
00:16:52: wenn die sich nur knallhart zeigen?
00:16:54: Also mir geht es gut und das schaffen wir und das machen wir, das tun wir, das- aber
00:16:58: was entgeht den Unternehmerinnen, Unternehmern
00:17:03: letztendlich, wenn sie sich nicht von ihrer verletzlichen oder
00:17:07: weichen Seite auch zeigen?
00:17:08: Ja, die Unternehmer, die zeigen sich dann einfach menschlich, dass sie auch normale
00:17:11: Menschen sind mit Gefühlen, mit Ups and Downs.
00:17:15: Und ich spreche täglich mit Menschen, gerade die, die
00:17:20: eine Personal Brand aufbauen möchten, aber sich einfach nicht trauen, sich auch
00:17:25: verletzlich zu zeigen oder auch einfach Privates zu zeigen.
00:17:29: Oder es fängt an mit in die Kamera zu sprechen.
00:17:32: Es trauen sich so viele nicht, weil sie einfach nur Angst haben vor
00:17:37: den Reaktionen der anderen Menschen.
00:17:40: Aber was kann denn passieren?
00:17:41: Sie zeigen ja nur sich.
00:17:43: Und ich denke, man kann eigentlich nur punkten, indem man sich auch
00:17:49: mal verletzlich zeigt.
00:17:52: Und es geht ja los, auch Videografen wollen
00:17:55: auch nur dieses Perfekte zeigen auf Social Media und trauen sich ja zum Beispiel auch
00:18:00: nicht, dann einfach nur Stories zu machen und sich dann zu zeigen, was
00:18:05: sie machen, wie sie sind.
00:18:06: Aber für mich ist das auf jeden Fall nur von Vorteil, wenn man sich selber auch als
00:18:10: Personal Brand aufbaut und seine Ecken und den Kanten zeigt.
00:18:17: Aber natürlich dieser Schritt, der ist groß.
00:18:21: Ja, das ist die- also ist schon eine Weile her, ich weiß jetzt den
00:18:24: aktuellen Stand nicht, es geht, glaube ich, um die Ängste der Menschen.
00:18:27: Also von Deutschland, Europa war das, glaube ich.
00:18:30: Also es ist wirklich die Scham, sich zu blamieren, ist die größte Angst.
00:18:35: Und jetzt, klar, natürlich, das hat sich sicherlich noch mal
00:18:38: geändert die letzten Jahre.
00:18:40: Und die Angst zu sterben ist, glaube ich, nur auf Platz drei oder
00:18:42: vier gewesen damals. Ja, verrückt.
00:18:44: Genau.
00:18:45: Das war- also sich zu blamieren ist die größte Angst oder auf
00:18:50: der Bühne zu stehen und wahre Worte zu sprechen oder einfach sich zu zeigen oder
00:18:54: in die Kamera zu sprechen, ist eine höhere Angst als ich beiße jetzt morgen ins Gras.
00:19:00: Also das finde ich ganz, ganz spannend.
00:19:02: Das heißt, kleiner Aufruf: Zeigt euch, wie ihr seid, schafft eine Nähe.
00:19:10: Also vor allem im Bereich Kunde, Mitarbeiter, einfach Nähe schaffen.
00:19:15: Ich finde, also aus meiner Welt heraus, es schafft halt auch einen wundervollen Raum.
00:19:20: Also der Raum wird halt größer und es kommt- es entsteht ein intensiverer
00:19:25: Kontakt, eine intensivere Verbindung dann auch.
00:19:27: Und jeder kann ja selber entscheiden, was gibt er preis und was nicht.
00:19:31: Also diese paar Sekunden am Tag, das ist ja nicht gleich das ganze
00:19:36: Leben und die komplette Person.
00:19:38: Das stimmt auch, ja.
00:19:42: One Hit-Wonder oder nachhaltige Marke?
00:19:46: (schmunzelt) Was ist so deine grundsätzliche
00:19:50: Empfehlung für andere Menschen?
00:19:53: Wir hatten vorher das Thema Ozean und Welle,
00:19:57: also mal die Welle reiten oder der Ozean sein oder beides, oder geht beides?
00:20:04: Also kann man es kombinieren?
00:20:05: Ich denke, bei einigen geht beides bestimmt.
00:20:09: Und ja, One Hit wonder zu sein, jetzt zum Beispiel gerade durch
00:20:15: TikTok, passiert auch oft.
00:20:18: Und also für mich war immer diese Tiefe
00:20:21: wichtiger, dass ich das alles Step-by-Step aufbaue und immer ich selber
00:20:26: bleibe und mir treu bleibe.
00:20:28: Und klar, nehme ich auch mal Tänze mit.
00:20:32: Und das ist auch wichtig, dass man Trends mitnimmt.
00:20:36: Aber es kommt auch immer auf die Person drauf an.
00:20:39: Jetzt zum Beispiel, gut, wenn jetzt ein Manager aus einem
00:20:43: großen Unternehmen immer alle Trends mitnimmt, würde ich
00:20:47: sagen, ist jetzt nicht von Vorteil.
00:20:48: Aber wenn er das jetzt zum Beispiel einmal macht, finde ich, macht ihn auch nur
00:20:54: sympathisch und zeigt, dass er auch eine spaßige, eine neue Seite hat.
00:21:01: Ja.
00:21:02: Ich glaube auch, wenn es halt wirklich dir entspricht.
00:21:04: Genau, wenn es dir entspricht, ja.
00:21:06: Das ist so, wenn es- man kann mal einen Trend mitnehmen, wenn
00:21:09: er passt, wenn es im Unternehmen passt.
00:21:12: Auch die Frage, wie man aufgestellt ist.
00:21:15: Ja.
00:21:15: Und- also zum Beispiel Trends mitnehmen, finde ich als absoluten
00:21:19: Vorteil, wenn es passt.
00:21:21: Aber wenn man jetzt wirklich jeden Trend mitgeht, wirklich jeden Trend- ich habe
00:21:25: eine Kollegin, die ist sehr, sehr, sehr, sehr erfolgreich auf Social Media,
00:21:30: die ist jeden Trend mitgegangen und hat sich da wirklich
00:21:35: kaputt gearbeitet dran und hat dann auch ganz, ganz starke Depressionen gehabt, war
00:21:39: dann auch sehr lange von der Bildfläche weg.
00:21:42: Und da muss man halt wirklich seine Gesundheit immer priorisieren.
00:21:46: Also bevor man jeden Trend mitgeht und seinen Körper kaputt macht, muss man
00:21:51: einfach auf die eigene Gesundheit achten.
00:21:54: Ja, das ist schön.
00:21:57: Hattest du mal so wirklich eine Krise?
00:22:00: Also zehn Jahre ist eine lange Zeit. Eine Krise, dass-
00:22:03: So eine Krise und was- Krise heißt, egal in
00:22:07: welcher Form, sei es persönlich oder halt auch
00:22:11: wirtschaftlich, Erfolg oder wo halt irgendwelche Dinge
00:22:14: nicht funktioniert haben.
00:22:16: Und ja, letztendlich, was war so deine Erkenntnis daraus?
00:22:20: Was war so dein Wachsen?
00:22:26: Ich würde sagen, ich hatte zwei Krisen. Okay.
00:22:29: Bei In einer Krise ging es darum, dass ich meine Tochter auf Social Media zeige.
00:22:35: Und das war wirklich eine Krise, weil für mich, in meinen Augen, bin ich die beste
00:22:41: Mama für meine Tochter, die sie sich vorstellen kann.
00:22:45: Aber weil ich meine Tochter zeig, wurde ich in Schubladen gesteckt, wo ich
00:22:49: einfach nur noch sprachlos war.
00:22:50: Und das war wirklich eine Krise.
00:22:53: Da bin ich auch- eineinhalb Monate habe ich Instagram gelöscht und habe dann auch
00:22:57: wirklich überlegt, ob ich überhaupt noch weitermache, weil ich das erste Mal
00:23:03: gesehen habe, wie Menschen sein können.
00:23:06: Das war wirklich eine Krise und da haben mein Mann und ich auch ganz lange
00:23:12: überlegt, sollen wir- oder eigentlich ich überlegt: Soll ich sie noch zeigen,
00:23:16: wie sollen wir weitermachen?
00:23:17: Und ich bin zu dem Entschluss gekommen, ich zeig sie trotzdem weiter, weil sie
00:23:22: einfach Teil unseres Lebens ist und ich zeig ja keine privaten Einblicke oder ich
00:23:26: zeig sie nicht, also dass man irgendwas von ihr sieht, ich
00:23:30: zeige sie nicht mal in Badehose, sonst irgendwas.
00:23:33: Und ich zeige einfach nur, dass sie Teil unseres Lebens ist.
00:23:35: Und das fand ich ganz, ganz schlimm zu sehen in Deutschland, dass man
00:23:41: da so degradiert wird, so fertiggemacht wird, nur weil man sein Kind zeigt, obwohl
00:23:45: man eigentlich eine sehr gute Mama ist.
00:23:47: Und ich kann meiner Tochter- also sie kann alles werden, was sie möchte beruflich.
00:23:53: Ich kann ihr alles bieten.
00:23:54: Ich verbringe- immer wenn ich Zeit mit ihr verbringen möchte, wenn sie Zeit mit mir
00:23:58: verbringen möchte, können wir es machen, also wir haben alle- wir haben
00:24:02: komplette Freiheit.
00:24:03: Und das war- das zu sehen, das hat mich richtig fertig gemacht.
00:24:08: Und das war wirklich eine Krise.
00:24:11: Und, ja, ansonsten die andere Krise, das war nur was ganz Kleines, aber
00:24:16: daraus bin ich auch gewachsen, weil ich gemerkt habe, dass ich
00:24:20: halt so- dadurch, dass ich alles von Grund auf selber aufgebaut habe,
00:24:24: ist das einfach mein Baby und habe halt auch alles in der Hand.
00:24:28: Und ich habe auch gelernt, dass wenn mal ein Tief kommt, muss man einfach wirklich,
00:24:33: so wie du sagst, daraus wachsen, daraus lernen, Konsequenzen ziehen
00:24:36: und dann wieder durchstarten.
00:24:40: Ja, ich glaube, also bei dir ist natürlich noch mal ganz was Besonderes.
00:24:42: Also wenn du ein Unternehmen aufbaust dann hast du in der Regel
00:24:46: irgendwie ein Produkt.
00:24:47: Also du verkaufst halt nicht dich, also positionierst nicht dich als, du
00:24:52: hast vorher gesagt, Personenmarke, sondern du hast halt wirklich ein Produkt, wo du
00:24:56: sagst: Ja, gut, ich verkaufe das Glas Wasser, und
00:25:00: gehst du in den Bereich dann rein.
00:25:01: Und ich glaube, sich selber zu zeigen, das, was du vorher auch schon gesagt hast,
00:25:05: und dann geht es in die Familie rein, ist natürlich eine extrem große
00:25:11: Angriffsfläche grundsätzlich.
00:25:12: Auf der anderen Seite auch wieder extrem Wachstum, wo man dann sagen kann, okay,
00:25:16: ich gehe mit mir ins Gespräch, mit einem Mann, einem Partner, und dann zu sagen:
00:25:23: Okay, was fühlt sich denn gut an?
00:25:25: Also was ist das Richtige jetzt für uns?
00:25:27: Also nicht für die anderen, sondern für uns.
00:25:29: Und vor allem, wir haben uns halt auch dafür- das ist jetzt eigentlich dieses
00:25:32: Thema, über das habe ich noch gar nicht geredet, aber wir haben uns zum Beispiel
00:25:35: auch dafür entschieden, weil ich Freunde habe, die zeigen ihre Kinder gar nicht.
00:25:39: Und ich habe immer gesehen, was es mit den Kindern gemacht hat,
00:25:42: die mussten immer weg.
00:25:43: Es wurde ein schönes Foto gemacht: Nein, du musst jetzt weg.
00:25:47: Nein, du musst jetzt weg.
00:25:48: Also man hat das immer einfach weggeschoben und da habe ich gesagt: „Oh
00:25:51: Gott, wenn ich mal ein Kind habe, ich möchte nicht, dass mein Kind
00:25:54: einfach immer nur weggeschoben wird.
00:25:55: " Und das macht auch ganz, ganz viel im Kind.
00:25:58: Darüber hat noch nie jemand gesprochen.
00:25:59: Aber wenn du als Kind, als eigentlich Teil der Familie, nie mit aufs Foto darfst,
00:26:05: dann macht das natürlich auch was.
00:26:06: Und das war halt auch so ein Grund, weshalb ich gesagt habe: Okay, wenn sie im
00:26:09: Video sein möchte, dann darf sie im Video sein.
00:26:15: Spannende, also wirklich spannende Perspektive, und schön, dass du es auch
00:26:18: ansprichst hier in dem Rahmen, weil (...
00:26:24: ) ich übertrage es jetzt auch wieder so ein bisschen, weil letztendlich die
00:26:27: Kinder nehmen das mit ins Alter.
00:26:29: Also nicht richtig zu sein-Genau.
00:26:32: -oder nicht gerecht zu sein oder nicht- nein, sie dürfen nicht in die Sichtbarkeit
00:26:37: oder was weiß ich, weil die Kinder verstehen es letztendlich nicht.
00:26:39: Genau.
00:26:39: Also mit den ein, zwei, drei, vier, fünf Jahren, also bis sieben, acht
00:26:43: Jahre wirst du programmiert.
00:26:45: Sie verstehen es nicht, warum sie nicht dabei sein dürfen.
00:26:45: Genau, und sie verstehen es nicht.
00:26:46: Und letztendlich, als Erwachsener stehst du dann da und
00:26:52: hast dann- kompensierst irgendwelche negativen Gefühle und kannst sie nicht
00:26:56: wirklich zuordnen, die halt gerade in den Zeiten entstanden sind.
00:26:59: Und ich glaube, so wie du wirklich sagst, also zu überlegen, sich ins Kind rein zu
00:27:04: versetzen und zu sagen: Okay, wenn das Kind das möchte, also freie
00:27:08: Entscheidung des Kindes, okay, dann machen wir es.
00:27:10: Klar, natürlich, das, was du auch gesagt hast, der Rahmen muss passen.
00:27:15: Das ist selbstverständlich, und- aber das finde ich cool,
00:27:21: weil das löst, glaube ich, so viel spätere Themen oder lässt sie gar nicht
00:27:26: erst entstehen, dass es- wollen wir einen separaten Podcast machen, weil
00:27:30: das ist, glaube ich- (lacht) Ja, ich glaube auch.
00:27:33: Das macht sehr, sehr viel mit den Kindern.
00:27:35: Es ist die Ursache von, ich sage mal, 80, 90% der
00:27:39: Herausforderungen, die wir im Erwachsenenalter haben.
00:27:41: Also was ist in der Kindheit passiert?
00:27:43: Also was ist in der- im Mutterleib entstanden, also einfach
00:27:47: aus, ich sage mal, seelisch-emotionalen Themen, systemischen Themen.
00:27:51: Was ist da entstanden? Was ist aus der Ahnenwelt da mitgekommen?
00:27:54: Welche Energie haben wir von den Eltern, also Mama, Papa?
00:27:57: Und wie sah die Programmierung aus in den ersten,
00:28:01: ja, streitet man sich so ein bisschen, in sieben, acht, neun Jahren.
00:28:05: Ist, glaube ich, auch abhängig vom Kind, wie empfänglich das Kind ist oder
00:28:08: wie schnell sich das Kind entwickelt.
00:28:10: Und das sind dann Punkte wo, ja, wo man dann wirklich
00:28:15: reinlaufen und von daher echt schön, wie du das machst oder, ja, siehst und auch
00:28:21: wahrnimmst, also auch diesen Raum gibst.
00:28:23: Ja, ich habe wirklich mir sehr, sehr lange darüber Gedanken gemacht, weil es
00:28:26: natürlich schon ein Schritt ist, sein Kind zu zeigen, vor allem in Deutschland.
00:28:29: Ich glaube, in keinem anderen Welt- in keinem anderen Land der Welt ist es so
00:28:34: verpönt, sein Kind einfach nur zu zeigen.
00:28:38: Aber das war meine Krise.
00:28:40: Es war wirklich eine richtig krasse Krise.
00:28:43: Also die war richtig, aber war-
00:28:46: Und auch schön, dass du dann wirklich dazu gestanden bist
00:28:50: und das ja weiterhin machst.
00:28:51: Ja, aber ich bin nicht dazu gestanden, muss ich wirklich sagen.
00:28:54: Ich habe nie mich öffentlich dazu geäußert, weil mein Anwalt
00:28:57: mir das abgeraten hat.
00:28:59: Ja, also dazu stehen meine ich jetzt nicht öffentlich äußern,
00:29:02: sondern deinen Weg weiter-
00:29:02: Aber im Nachhinein denke ich, hätte ich es machen müssen.
00:29:05: Also zum Beispiel diesen Schnipsel werde ich wahrscheinlich posten (lacht).
00:29:09: Das ist okay.
00:29:11: Ich freue mich schon drauf (lacht).
00:29:12: Sehr cool.
00:29:16: Ich würde, ja, so einen kleinen Rahmen setzen mit dem Denkzettel.
00:29:22: Da haben wir so ein bisschen am Anfang drüber gesprochen, und
00:29:25: das heißt, der Denkzettel ist den Hörern schon so ein bisschen bekannt
00:29:29: als kleine Hausaufgabe oder so Impulse ganz konkret.
00:29:34: Und ich glaube, da gibt es in dem Bereich wirklich kein Nennen und keine Bessere,
00:29:40: was so das Thema Authentizität angeht im Business,
00:29:46: was sind so, ja, ich sage mal, die ein, zwei, drei, vier Impulse, so das, was dir
00:29:50: jetzt aktuell gerade so ganz spontan kommt, was jeder für sich mitnehmen kann?
00:29:56: Also was ist für dich Authentizität?
00:29:59: Für mich ist es ganz wichtig, aufs Bauchgefühl zu hören.
00:30:03: Also wenn mein Bauchgefühl mir schon sagt: Nein, mach es nicht, dann sollte
00:30:08: man es auch einfach nicht machen.
00:30:09: Und ich denke, man merkt es energetisch auch selber, wenn man nur müde und platt
00:30:16: ist, ausgelaugt, dann ist es auch nicht der richtige Weg.
00:30:20: Und wenn man merkt, ich stehe auf, ich habe Lust zu leben, ich habe Lust, auf die
00:30:25: Arbeit zu gehen, dann ist es das Richtige.
00:30:27: Also das merke ich jetzt auch gerade.
00:30:29: Letztes Jahr hatte ich auch so ein bisschen, ich sage jetzt mal, ein ganz
00:30:32: kleines Tief, weil ich halt immer dasselbe gemacht habe und das seit zehn Jahren.
00:30:37: Und ich habe einfach gemerkt, ich brauche einen Umschwung, ich muss mir ein neues
00:30:41: Projekt suchen und habe jetzt für dieses Jahr ein neues Projekt und
00:30:43: das erfüllt mich so sehr.
00:30:45: Und ich stehe jeden Tag auf, denke mir: Yes, jetzt mache ich das, jetzt
00:30:49: mache ich das, jetzt mache ich das.
00:30:50: Und das ist ja auch, wenn man Manager in einem Unternehmen ist, ist auch ganz
00:30:54: wichtig, dass man Projekte angeht, die einen erfüllen und dass man auch
00:30:58: Mitarbeiter so führt, dass man selber auch ein gutes Gefühl dabei hat in- auch
00:31:04: die Behandlung mit den Mitarbeitern, würde ich mich freuen, wenn
00:31:08: mich jemand so behandeln würde.
00:31:09: Ganz, ganz wichtig.
00:31:11: Ja, cool. Vielen, vielen Dank.
00:31:14: Ja, danke dir.
00:31:15: (lacht) Also dann fasse ich das Ganze so ein bisschen mal im Rahmen zusammen.
00:31:23: Letztendlich das Thema One Hit Wonder ist die Frage, ob man wirklich jeden Trend mal
00:31:29: mitgeht, Kohle rauszieht und dann wieder sein lässt oder ob man wirklich
00:31:34: ein Business nachhaltig aufbaut.
00:31:36: Und ich glaube, in der letzten halben Stunde haben wir wirklich schöne
00:31:40: Perspektiven bekommen von der Roxi, was es eigentlich wirklich bedeutet, mit
00:31:44: Herzblut, also mit einem schönen Bauchgefühl, mit einem
00:31:48: offenem Herzen, die Dinge anzusehen und anzuschauen und
00:31:52: wahrzunehmen und sein Business danach auszurichten.
00:31:54: Und ja, wenn wir heute den einen Weg gehen, dann heißt das nicht, dass wir in
00:31:59: ein, zwei, drei Jahren vielleicht nicht einen anderen Weg gehen oder einen
00:32:03: ähnlichen Weg, der einfach in dieses Gesamtkonstrukt, was
00:32:07: dich ausmacht als Unternehmerin und Unternehmer, sondern, ja,
00:32:11: was einfach zu dir passt, ne, auch in schwierigen Zeiten, in
00:32:16: Krisenzeiten, auf dich zu hören, dich vielleicht mal zurückzuziehen,
00:32:20: dich zu besinnen und einfach zu überlegen: Ja, was entspricht mir denn wirklich?
00:32:25: Also es gibt natürlich immer wieder die Dinge, die an dir rütteln, gerade
00:32:30: politisch, gesellschaftspolitische Themen, die natürlich auf uns einwirken und hier
00:32:37: doch die einen oder anderen Spuren hinterlassen.
00:32:39: Auf der anderen Seite sind es natürlich die alten Konstrukte, Systeme, die wir
00:32:43: vielleicht aus der Kindheit dabei haben, die uns daran hindern, wirklich in
00:32:48: diese Freude, in diese Fülle zu kommen.
00:32:50: Und hier auch noch mal wirklich reinzuspüren,
00:32:54: ist es irgendwo ein Konstrukt, hält mich das von meiner innerlichen Freude ab und
00:32:59: wirklich auf sich zu hören und diese Systeme wahrzunehmen,
00:33:04: sich bewusst zu werden und ehrlich mit sich selber zu sein, um, ja,
00:33:09: dass es- ein schönes und erfülltes Leben im Beruf, im Business zu haben.
00:33:18: Sehr schön, dass du da warst, liebe Roxi (lacht).
00:33:22: Danke dir. Hat mir einen riesen Spaß gemacht.
00:33:25: Mir auch (lacht). Danke, danke.
00:33:27: Ihr findet alle Informationen zu Roxi unten in den Shownotes.
00:33:33: Klickt da gerne drauf, geht in Kontakt mit ihr.
00:33:37: Und, ja, ich möchte euch an der Stelle einladen, sagt
00:33:42: mir eure Meinung, wie ihr das seht, Thema Social Media und
00:33:47: bei sich sein, also die Energie dahinter, die Tiefe von Social Media.
00:33:52: Wir haben es mal genannt Tiefe im digitalen Ozean, so bleibst du im
00:33:57: Social Media mehr als ein One-Hit-Wonder.
00:34:01: Das heißt, sag mir mal, was dein Nicht-One-Hit-Wonder
00:34:04: ist in deinem Business.
00:34:07: Vielen Dank, dass du dabei warst. Tschau.
00:34:09: Tschüss.
Neuer Kommentar